Ade, ade Flash

Ade, ade Flash

stop schild

Eine lange Zeit konnte man sich das Internet und Websites kaum ohne vorstellen, heutzutage ist es veraltet: Flash. Wo damals Animationen, Spiele und andere Rich Media-Inhalte im Überfluss erstellt, genutzt und angewendet wurden, ist integrierte Flash-Technologie mittlerweile häufig nur ein Anzeichen dafür, dass eine Website jahrelang nicht überarbeitet wurde.
Nun ziehen die großen Internet-Player daraus ihre Konsequenzen. So kündigte Microsoft schon 2017 an, Adobe Flash zukünftig nicht mehr im Webbrowser zu unterstützen – und macht jetzt ernst. Auch Google zieht nach.

Microsoft-Browser

Mit den Worten „Das Ende einer Ära“ kündigte Microsoft nun per Update vom 30. August 2019 an, Adobe Flash bei den hauseigenen Webbrowsern nicht mehr zu unterstützen. Das Tool ist in Chrome (ab Version 76), Microsoft Edge und Firefox 69 standardmäßig deaktiviert. Übergreifend wird der Support ab Ende 2020 eingestellt. Sogar Adobe selbst kündigte bereits 2017 an, die einst so beliebte und weit verbreitete Technologie nicht mehr zu unterstützen.

Google Indexierung

Flash-Inhalte werden künftig und voraussichtlich bis Ende des Jahres 2019 aus den Google-Suchergebnissen verschwinden. Eine Indexierung mit Flash-Inhalten wird nicht mehr möglich sein.

Bedeutung für SEO

Flash ist schon jetzt bei den meisten Websites kein Bestandteil mehr. Bereits 2016 haben nur noch zehn Prozent der in den Alexa Top 10.000 gelisteten Websites Flash genutzt – 2011 waren es immerhin noch rund 50 Prozent. Der Abwärtstrend ist deutlich. In der Gesamtheit sollte es hinsichtlich der Sichtbarkeit von Websites und Shops keine allzu großen Schwankungen geben.
Die Seiten, die (in Verbindung mit SEO-relevanten Inhalten) jedoch Flash nutzen, werden voraussichtlich die Auswirkungen zu spüren kommen. Es gilt daher: lieber “proaktiv” handeln als reaktiv zu agieren, wenn auf der eigene Online-Auftritt noch mit Flash läuft. Es sollte zeitnah auf eine moderne und zukunftsfähige Technologie wie beispielsweise HTML 5 gesetzt werden.

Google Easter Eggs

Versteckte Überraschungen bei Google

Wenn es um nachhallende Emotionen geht, steht Humor und Spaß an erster Stelle. Besonders effektiv zeigt sich das in der Werbung und Markenbindung. Erkennt man etwas wieder, am besten unverhofft, speichert das Gehirn diese Gefühlsregung, zieht Verbindungen und lernt Begeisterungsfähigkeit für dieses Produkt. Dass auch Google Spaß versteht, sieht man an vielen kleinen Überraschungen, die in den Suchergebnissen zu finden sind – sogenannte Google Easter Eggs.

Was sind Google Easter Eggs?

Suchen – Finden – Freuen! Der Begriff Easter Egg beschreibt kleine Specials, die oft – ganz ähnlich des Osterbrauchs – gut versteckt sind. Ob ein kleines Spiel im Suchverlauf, verschwindende oder blinkende Suchergebnisse, Funfacts oder andere Nettigkeiten – eine Vielzahl von Easter Eggs verstecken sich bei Google und auch bei Google Maps. Das erste Easter Egg wurde vom Programmierer des „Adventure“-Spiels für die Spielkonsole Atari versteckt und beinhaltete nur seinen Namen – Warren Robinett. Seitdem hat sich viel getan. Wir haben einige der beliebtesten Google Easter Eggs gesammelt:

Easter Eggs für Science-Fiction-Fans

Thanos zerstört die Ergebnisse
In diesem recht neuen Easter Egg – inspiriert vom Bösewicht aus Avengers: Endgame des Marvel-Universum – lässt Thanos auf wundersame Weise nach und nach die Ergebnisse zu seiner Person verschwinden. In kleine Teile aufgelöst bleibt danach nur noch Whitespace. Wie es funktioniert: Geben Sie “Thanos” in das Suchfeld ein, finden Sie den Handschuh rechts (Info-Kasten) und mit einem Klick darauf, lässt dieser die Suchergebnisse verschwinden. Mit einem weiteren Klick ist alles wieder da. Welt gerettet!

Per Anhalter durch die Galaxis und die einsame Zahl
Sehr bekannt und sehr beliebt ist die Frage „what is the answer to life, the universe and everything“. Hier hat Google sogar eine Antwort – Douglas Adams sei Dank. An dieser Stelle darf man aber auch Kreativ werden. Denn dieses Google Easter Egg lässt sich hervorragend kombinieren. Mit „the loneliest number“ bekommt man von Google die 1 im Taschenrechner angezeigt. Kombiniert – also „the answer to life, the universe and everything plus the loneliest number“ – errechnet Google Summe aus beidem. Auch andere Rechnungen sind möglich, dazu einfach die vorgeschlagenen Suchen ansehen.

Die Tardis
Wollten Sie sich schon immer auf der Tardis aus der Serie Dr. Who umgucken? Sie haben mit dem Google Maps Streetview in London, Kensington, die Möglichkeit dazu. Hier findet man bei genauem Hingucken die blaue Telefonzelle des berühmten Zeitreisenden. Zu Hause ist er leider nicht, dafür kann man sich in aller Ruhe jeden Winkel des Innenlebens der Tardis ansehen. Brilliant!

Retro Zeitvertreib – Versteckte Spieleklassiker

Snake
Nahezu jeder, der früher ein Nokia besessen hat, kennt sie – die gefräßige Schlange, die nur Augen für eines hat: Äpfel. Dieses Spiel ruft in vielen von uns das Gefühl von „damals“ hervor und man fühlt sich an die Zeit erinnert, in der eine SMS schon ein Wunder der Technik war. Mit der Eingabe von „Snake“ in die Suchleiste gelangen Sie zum Mini-Spiel direkt auf der Suchergebnis-Seite. Mit den Pfeiltasten können Sie die Schlange im neuen Design den Apfel jagen lassen.

Pac Man
Mehr Retro geht nicht. Das kultige Arcade-Spiel von 1980 hat bis heute nicht an Beliebtheit verloren. Sucht man „Pac Man“ so erscheint das spielbare Google Doodle in dem Pac Man mit den Pfeiltasten durchs Labyrinth navigiert, Kraftpunkte und Obst frisst und sich vor den Geistern Blinky, Pinky, Inky und Clyde in Sicherheit bringt.

Solitaire
Ein nettes Kartenspiel – ganz im Stil von Windows 95. Zugegeben, das Design ist modern, aber der Kartenklassiker hat nichts an seinem Charme verloren. Einfach “Solitaire” bei Google eingeben und los spielen!

Chrome Dino-Run
Internet weg? Chrome Nutzer haben schon seit einer ganzen Zeit die Möglichkeit, einfach per Space-Taste ein Jump’n’Run zu starten und den Tyrannosaurus auf der Fehlerseite über Kakteen hüpfen zu lassen. Alternativ bei Google “Dino Run” eingeben, das erste Suchergebnis anklicken und losrennen. Vorsicht – Suchtgefahr!

Old but gold – diese Google-Easter Eggs gehen immer:

Do a barrel roll
Jeder kennt es und doch macht es immer wieder Spaß. Einmal „do a barrel roll“( Übersetzt „eine Drehung um die Längsachse machen“) in die Suchleiste eingegeben, überschlagt diese sich einmal komplett. Das ist übrigens auch ein beliebtes Mittel für Marketer, um Google-Präsentationen zu beende.

Askew
Schräge Ergebnisse? Mit diesem Befehl stellt sich Google leicht schräg und versinnbildlicht somit die wortwörtliche Bedeutung von „Askew“.

Google Askew Effekt

Blink HTML
Ein bisschen Blink muss bekanntlich sein! Gibt man „blink html“ in die Suchleiste ein, blinken Teile der Ergebnisse auffordernd auf.

Mithilfe von Easter Eggs schafft es Google auf spielerischer und sympathischer Art und Weise mit seinen Nutzern in Kontakt zu treten. Machen Sie sich auf die Suche nach den unzähligen Google Easter Eggs – eventuell entdecken Sie ein noch unbekanntes Spiel und lassen uns teilhaben?

Digitales Burnout – ein Exkurs in die Effekte der Digitalisierung

Im Laufe des letzten Jahrzehnts ist allen voran der Name einer bestimmten, wie es scheint, Volkskrankheit in den Köpfen der Menschen hängen geblieben: Burnout. Millionen Bürger scheinen darunter zu leiden, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Bildungsstand. Aber was ist dieses Burnout genau? Wieso tritt es momentan so häufig auf? Und was lässt sich dagegen tun?

 

Definition Burnout

Dieses Syndrom (welches zu Deutsch übrigens soviel wie ‚Ausgebrannt sein‘ heißt) beschreibt einen Zustand von psychischer und auch physischer Erschöpfung. Die Patienten haben häufig ein Gefühl von Überforderung, Unzufriedenheit mit der eigenen Leistung und gleichzeitiger Demotivation. Aufgrund der Überforderung mit den schier einfachsten Dingen folgt in zweiter Instanz auch meist der Rückzug aus dem sozialen Umfeld.

 

Die Fakten

Seit den frühen 2000er-Jahren ist die Zahl von Erkrankten an Burnout in Deutschland exponentiell gestiegen. Wo es 2004 im Durchschnitt 4,6 AU-Tagen (Arbeitsunfähigkeits-Tagen) im Jahr durch das Syndrom gab, lag die Zahl 2014 bei 74,1 Tagen. Aber auch innerhalb der Altersklassen und vor allem Geschlechter gab es immense Unterschiede.

 

  • 20 bis 24 Jahre: Männer: 40,4 AU-Tage – Frauen: 91,4 AU-Tage
  • 25 bis 29 Jahre: Männer: 55,1 AU-Tage – Frauen: 107 AU-Tage
  • 30 bis 24 Jahre: Männer: 72,5 AU-Tage – Frauen: 129 AU-Tage
  • 35 bis 39 Jahre: Männer: 81,4 AU-Tage – Frauen: 136,6 AU-Tage

 

Im Alter von 60 bis 64 Jahren werden die Höchstwerte erreicht. Dort bewegen sich die Männer bei um die 90, Frauen bei über 160 AU-Tagen im Jahr. Die Studie gibt Daten aus dem Jahr 2014 wieder. Laut weiterer empirischer Ergebnisse ist die Zahl der Erkrankten immer noch steigend. Es wird also belegt, dass Frauen eine deutlich höhere Anfälligkeit der Erkrankung gegenüber haben als Männer. Die Burnout-Diagnose ist mit dem Alter exponentiell steigend. Hängt also die Möglichkeit einer Burnout-Erkrankung stark mit Alter und Geschlecht zusammen- und wenn ja, warum?

Burnout tritt häufig bei Frauen auf.

Vor allem Frauen sind von der Burnout-Erkrankung betroffen.

Die Geschlechterrolle und das Burnout-Syndrom

Aus den Studien von Statista geht eindeutig hervor, dass mehr Frauen als Männer von dem Burnout-Syndrom betroffen sind. Das weibliche Geschlecht habe oft mit Rollenbildern und falschen Anforderungen zu kämpfen, so heißt es in der Wissenschaft. Auch die höheren und unrealistischeren Erwartungen an die Arbeit, wie die gleichzeitig feministisch und emanzipiert geprägten letzten Jahre, sollen Schuld tragen. Wo bei Frauen schon in den frühen 70er Jahren depressive Neigungen, bedingt durch den Arbeitsalltag, diagnostiziert wurden, war es bei Männern die ‚Managerkrankheit‘. Wieso trotzdem mehr Frauen als Männer betroffen sind, ist eine Frage, welche die Wissenschaft spaltet. Eine mögliche These ist, dass der Mann sich häufig dagegen wehrt, sein Burnout-Syndrom anzuerkennen. Dass Scham und Versagensangst größer sind, als sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht. Auf der anderen Seite könnte es genauso gut sein, dass Frauen durch den zusätzlichen Stress aus dem privaten Umfeld (Kindererziehung, Familie, Haushalt, usw.) unter einer höheren Belastung stehen.

 

Der Konflikt der Generationen mit der Digitalisierung

Mit dem Alter ist auch die Zahl der AU-Tage aufgrund des Burnout-Syndroms steigend. Hier lässt sich mutmaßen, dass die jüngere Generationen weniger Probleme mit der Digitalisierung hat, weil sie teilweise in diese hineingeboren wurde. Vielen jungen Leuten wurde die Technik mit in die Wiege gelegt und sie hatten die Chance, mit ihr aufzuwachsen. Zwar herrscht in vielen Fällen dennoch eine Überflutung der digitalen Medien, die Eingewöhnung scheint allerdings weniger Probleme zu bereiten. Anders ist es bei den älteren Bürgern der Industrieländer. Diese sind andere Abläufe in der Arbeitswelt und im Privatleben gewohnt. Und trotz der Akzeptanz der neuen, unendlich vielen Medien, sind Wissenschaftler der Meinung, dass hier die Reizüberflutung und das Ableben lange gewahrter Lebenseinstellungen sowie Verfahrensweisen ein großes Problem darstellt.

 

Digitale Welt

Der mediale Einfluss ist, ob privat oder beruflich, sehr hoch.

Die Hintergründe

Mit den Worten ‚Früher war alles besser‘ werden neue Problemstellungen oft und schnell abgetan. Umformuliert könnte dieser Spruch lauten ‚Früher war vieles schwieriger‘- was ihn wesentlich zutreffender machen würde. Durch die Digitalisierung ist ein Großteil der Arbeit in den meisten Branchen extrem vereinfacht worden, die Informationsbeschaffung verläuft in einem schnellen Prozess und auch die Kommunikation stellt einen vor keine große Herausforderung mehr. Eben diese Digitalisierung des Alltags, ob beruflich oder privat, bringt aber auch großen Druck mit sich: das Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen. Die Abhängigkeit von elektronischen Geräten. Der Informatikprofessor Alexander Markowetz hat vergangenes Jahr mit seinem Team eine App entwickelt, die das Verhalten von Smartphone-Nutzern untersucht. Aus den Ergebnissen von mehr als 60.000 Usern ist hervorgegangen, dass das Smartphone durchschnittlich 53 Mal am Tag benutzt wird. Alle 18 Minuten werden Textnachrichten verschickt, wird im Internet gesurft oder telefoniert. Das macht in der Summe knapp drei Stunden reine Smartphone-Nutzung am Tag. Hinzu kommen andere Medien wie der Fernseher, Laptop, Computer, das Tablet und weitere Einflüsse.

 

Fazit

Abschließend lässt sich vermuten, das alle (oder zumindest die meisten) der oben genannten Faktoren an der Zunahme von Burnout-Erkrankungen im Eingang mit der Digitalisierung im Zusammenhang stehen. Es wird ein Wechselspiel sein, welches von Betroffenem zu Betroffenem unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Um einem Burnout aus dem Weg zu gehen, gibt es bis heute kein Allheilmittel. Allerdings kann man sich im Arbeitsleben gewisser Präventivmaßnahmen bedienen, um sich selbst ein besseres Umfeld zu schaffen.

 

  • Lernen zu verzichten

  • Ein Grund für das Burnout-Syndrom ist nach Meinung der Forscher oft der Drang, ständig erreichbar zu sein. Auch, wenn beispielsweise das Smartphone im Arbeitsalltag für viele längst essenziell ist, sollte man gleichzeitig lernen, darauf zu verzichten. Wenn der Partner, ein Freund oder ein Familienmitglied schreibt, das Gerät einfach mal ruhen lassen. In dringenden Fällen wird angerufen, eine Textnachricht allerdings darf auch mal ignoriert werden. Experten raten übrigens zu dem Verzicht auf das mobile Gerät in den Abendstunden und nach Feierabend. So haben Körper und Geist die Chance, sich von den digitalen Strapazen des Tages zu erholen. Und vielleicht findet man dadurch ja wieder zu wichtigeren Dingen?

     

  • Miteinander sprechen – analog

    Auch am Arbeitsplatz läuft ein Großteil der Kommunikation online ab. Spezielle Messenger, E-Mails oder auch Videoprogramme machen es attraktiv, Fragen über diese Tools zu stellen. Um sich vor der völligen Abhängigkeit der Online-Kommunikation zu schützen, sollte man aber auch einfach mal aufstehen und in das nächste Büro gehen. So nimmt man ein wenig Abstand von technischen Hilfsmitteln, wenn auch nur für den Moment, und vertritt sich außerdem noch die Beine.

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  • Pausen gönnen

    Digitalisierung hin oder her – oft macht man den Fehler, sich zu sehr von Deadlines und Aufgaben beherrschen zu lassen. ‚Ach, das schaffe ich heute auch noch!‘ denkt man sich bei vielen Aufträgen. So kommt es vor, dass man nicht nur viel Zeit auf der Arbeit verbringt. Man verlernt, sich Pausen zu gönnen. Auch in der Mittagspause darf das Arbeitsumfeld ruhig verlassen werden. Sich auch nur für 10 Minuten nicht in den Büroräumen aufzuhalten und frische Luft zu tanken, macht den Kopf frei und schafft Platz für neue Ideen.

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  • Eindrücke ausblenden

    Es gibt viele Faktoren, die von der Arbeit ablenken können. Wenn man mal nicht weiter weiß und in seinem Gedankenprozess stehen bleibt, dann konzentriert man sich gerne mal auf die Dinge, die gerade nicht wirklich wichtig sind. Es ist von Vorteil, von dem Arbeitsplatz alles zu entfernen, was dort nicht hingehört. So wird Ordnung geschafft und der Reiz, sich ablenken zu lassen, ist nicht mehr so groß. Zudem ist es hilfreich, für eine gute Lichtquelle zu sorgen (nicht zu dunkel, nicht zu hell).