Absprungrate

09.02.2017 von Aylin Chaaban

Die Absprungrate

Die Absprungrate, im Englischen auch Bounce Rate genannt, gibt das Verhältnis der Besucher an, die eine Website betrachten, zu denen, die sich nur eine Seite anschauen und die Website dann wieder verlassen. Sie ist ein Indikator für die Attraktivität der Seite, der Usability oder auch der Relevanz. Es gilt: je niedriger die Absprungrate ist, desto besser.

Berechnung der Absprungrate:

Besuche mit nur einem Seitenaufruf/Alle Besucher auf der Seite

Informationen rund um die Absprungerate

Die Absprungrate ist ein wichtiger Hinweis für den Website-Betreiber und auch Suchmaschinenoptimierer. Wenn ein Nutzer aufgrund eines bestimmten Suchbegriffs auf eine Seite kommt, erwartet er einen bestimmten Inhalt. Ist dieser Inhalt nicht vorzufinden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Nutzer die Website wieder verlässt. Gleiches Spiel gilt auch, wenn der erwartete Inhalt nur sehr schwer vorzufinden ist (Stichwort: Accessibility). Muss der Nutzer zu lange suchen, verlässt er in der Regel die Website. Es ist daher wichtig, dass bei der Erstellung, Pflege und Optimierung einer Website immer darauf geachtet wird, dass alle Inhalte leicht aufrufbar sind.

Lange Zeit war es durch noch nicht ausgereifte Algorithmen der Suchmaschinen außerdem möglich, Websites im Quellcode auf bestimmte Keywords zu optimieren, auf der für den Nutzer sichtbaren Seite aber komplett andere Inhalte zu platzieren. So wurde auf Keywords gerankt, die gar nicht dem eigentlichen Content entsprachen. Auch das führte zu sehr hohen Absprungraten, da den Nutzern nicht der erwartete Inhalt präsentiert wurde.

Kritik an der Absprungrate

Die Absprungrate gibt nicht immer einen präzisen Aufschluss darüber, ob der erhoffte Inhalt auf einer Website gefunden wurde oder nicht. Bei Glossar-Beiträgen oder Nachrichten-Seiten etwa, ist es nicht ungewöhnlich, dass die Nutzer die Website verlassen, nachdem sie sich nur eine Seite angeschaut haben. Das muss nicht an einer schlechten Nutzererfahrung oder Usability liegen – es kann auch sein, dass der Nutzer die Informationen, die er gesucht hat, sofort findet. In diesem Fall ist es ratsam, beispielsweise bei Google Analytics individuelle Zeiten für die Verweildauer auf der Seite anzugeben. So wird ein Besuch etwa nur als Absprung gewertet, wenn er kürzer als 30 Sekunden ist. Der Messwert Verweildauer ist zwar nicht zu 100 Prozent zuverlässig, kann aber dennoch für mehr Gewissheit sorgen.

Hinweis von lindbaum

Viele Website-Betreiber haben Google Analytics zum Tracken von Nutzerdaten implementiert. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie hier (wie auch bei anderen Analysetools) den Bot-Traffic ausstellen. Dieser kann bis zu 40 Prozent des gesamten Traffics darstellen und verfälscht so die Ergebnisse über Absprungrate und Co. Ist die Bounce Rate ungewöhnlich hoch oder niedrig, muss das aber nicht am Bot-Traffic liegen. Es kann auch sein, dass das Analysetool falsch implementiert wurde.

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Aylin Chaaban
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