24.11.2016 von Aylin Chaaban

Google Bombing

Unter Google Bombing versteht man die Manipulation der Suchmaschine Google im Bezug auf das Ranking.

In den SERPs aufzutauchen ist kein Zufallsprinzip. Wer hier mit seiner Website weit oben auftauchen will, der hat im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung eine Reihe von Anforderungen und Qualitätsrichtlinien zu erfüllen. Es ist also einer hoher Zeit- und Arbeitsaufwand gefragt. Um diesen zu umgehen, greifen einige Website-Betreiber zu manipulativen Taktiken wie Google Bombing.

Wie funktioniert Google Bombing?

Bei diesem Verfahren werden Links, die auf eine Seite verweisen, mit einem Keyword verknüpft, das auf der jeweiligen Website nicht existiert. Dieser Backlink mit irreführendem Ankertext wird im World Wide Web vervielfacht. Diese Verbreitung findet üblicherweise mithilfe von Linkpartnerschaften oder Mouth-to-Mouth-Propaganda statt.

Die Geschichte von Google Bombing

Den Anfang machte Adam Mathes Anfang der 2000er. Er nutzte die Wortkombination ‚talentless hack‘ als Backlink und Ankertext. Zeitgleich forderte er andere Website-Betreiber auf, diesen Link ebenfalls auf ihrer Website zu setzen. Das führte dazu, dass die mit diesem Backlink verknüpfte Website (die eines Freundes) wenig später unter eben der Wortkombination ‚talentless hack‘ im Web zu finden war. Auch George Bush war eine Zeit lang Opfer der Google Bomben. Suchte man nach ‚miserable failure‘, fand man dort die Biographie des ehemaligen Präsidenten der USA.

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung

Heute haben es die Website-Betreiber, die sich dieser Taktik bedienen, nicht mehr so leicht wie früher. 2006 veränderte Google bei einem seiner Updates den hauseigenen Algorithmus. Fortan wurde der Ankertext und damit auch der Backlink abgewertet, hatte dieses Keyword nichts mit der Zielseite gemeinsam. Diese Abwertung des Links kann bei wiederholten Missbräuchen zu einer Abstrafung führen, was in den meisten Fällen einen Ranking-Verlust zur Folge hat.

Nice to know: beim Setzen von Ankertexten sollten immer Keywords oder keywordrelevante Phrasen genutzt werden. Google bezieht diese Markierungen als Ranking-Faktor mit ein. Auch Wörter wie ‚Hier‘ und ‚Hier klicken‘ machen sich nicht positiv im Ranking.

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Aylin Chaaban

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