Tatsächlicher CPC

18.01.2018 von Jan Wischkowski

Tatsächlicher CPC

Unter „tatsächlicher CPC“ wird bei Google AdWords der Preis verstanden, den Werbetreibende für einen Klick auf ihre Anzeige bezahlen. Er fällt meist geringer als der maximale CPC aus, da das Werbemodell auf Auktionen basiert und sich durch das maximale Gebot und dem Qualitätsfaktor berechnet.

Über CPC

CPC steht für Cost Per Click. Es ist ein Abrechnungsmodell in der digitalen Werbung. Die Abrechnung erfolgt über den Preis, den der Werbende für einen Klick auf seine Anzeige bezahlt. Da bei Werbemöglichkeiten von Google ein Auktionsmodell, das auf Keywords basiert, zum Tragen kommt, findet hier eine weitere Unterscheidung zwischen dem CPC-Gebot und den tatsächlichen Kosten pro Klick statt.

Das sollten Sie Wissen

Die Auslieferung von Werbeanzeigen bei Googles Werbeplattform fußt immer auf den Suchbegriffen der Nutzer. Werbetreibende bieten also immer auf eine Anzeige zu einem bestimmten Keyword oder einer Keyword-Kombination. Dabei richten sich die Kosten nicht nur an den Geboten konkurrierender Werbetreibender, sondern auch nach dem Anzeigenrang und dem Qualitätsfaktor. Letzterer setzt sich aus der Qualität der Anzeige und der Zielseite sowie der Anzeigenrelevanz und der erwarteten Klickrate zusammen. Berechnet wird dieser auf einer Skala von 1-10 und hat einen erheblichen Einfluss auf die Auktion. Nicht nur haben Anzeigen mit einem hohen Quality Score bessere Chancen, geschaltet zu werden als solche mit einem niedrigen, auch der tatsächliche CPC kann geringer ausfallen. Der Anzeigenrang wiederum wird aus Qualitätsfaktor und Maximalgebot berechnet.

Berechnung

Um also festzustellen, wie hoch ein tatsächlicher CPC ist, muss zunächst der Rang ermittelt werden, welchen die Anzeige gegenüber konkurrierenden einnimmt. Diesen berechnet Google wie folgt:

Gebot X Qualitätsfaktor = Anzeigenrang

Daraus wiederum ergeben sich in der Auktion Anzeigenpositionen, in diesem Fall also über den Suchergebnissen bei Google. Ein Werbetreibender gibt einen maximalen Cost per Click von 1€ an. Der Quality Score liegt bei 6. Daraus ergibt sich nach obiger Formel:

1 x 6 = 6.

Ein konkurrierender Advertiser, der direkt hinter uns liegt, bietet 1€ und kommt in der Qualitätsskala auf einen Wert von 5.

1 x 5 = 5

Um nun die tatsächlichen Kosten für einen Klick zu berechnen, wird folgende Formel eingesetzt:

Anzeigenrang des Nachplatzierten / eigener Qualitätsfaktor + 0,01 €.

In unserem Beispiel also:

5/6 + 0,01 = 0,84

Als tatsächlicher CPC entstehen also 0,84€ statt dem angegebenen Maximalgebot von 1€.

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Jan Wischkowski
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