Ziel-CPA-Gebote

30.01.2018 von Jan Wischkowski

Ziel-CPA-Gebote

Ziel-CPA-Gebote sind eine Gebotsstrategie in Google AdWords. Sie zählen zu den Smart Biddings und haben das Ziel, einen vorab festgelegten Wert einer Conversion zu erreichen. Dabei wird das entsprechende CPC-Gebot für die Werbeanzeige anhand verschiedener Faktoren berechnet und automatisch in Echtzeit angepasst.

Informationen rund um Ziel-CPA-Gebote

CPA steht für Cost per Action. Im Falle des Online-Marketings beschreibt es die Kosten für Werbung, die für eine gewünschte Handlung, eine Conversion seitens des Nutzers, entstehen. Zur Verdeutlichung ein Beispiel:

Ein Unternehmen wirbt für den Verkauf eines Produkts bei Google AdWords. Die Kosten pro Klick (CPC) belaufen sich auf 0,60 Euro. Eine Conversion erfolgt bei jedem zehnten Klick. Das heißt, der CPA, also die Kosten bis zur gewünschten Aktion, belaufen sich auf sechs Euro.

Beim Ziel-CPA-Gebot handelt es sich um eine Strategie, die historische Daten aus AdWords nutzt, um bei möglichst geringen Kosten mehr Conversions zu erzielen. Dazu nutzt das Tool die vorhandenen Conversion-Daten des Werbetreibenden sowie zahlreiche Echtzeit-Einflussfaktoren, um zu einem bestimmten Zeitpunkt, in dem ein Verkauf wahrscheinlich erscheint, das CPC-Gebot zu erhöhen. Wenn ein Verkauf wenig wahrscheinlich erscheint, wird das Gebot für den Klick automatisch gesenkt.

Hinweis: Früher war die Funktion „Ziel-CPA-Gebot“ auch als Conversion-Optimierungstool bekannt.

Funktionsweise

Google verfügt über eine Fülle von Daten, die sich Werbetreibende über das Werbe-Tool zunutze machen können. Beim Ziel-CPA-Gebot handelt es sich um einen durchschnittlichen Preis, den der Werbende bereit ist, für eine Konversion zu bezahlen. Dazu sieht sich Google die Leistungsdaten der Anzeige in der Vergangenheit an. Darüber hinaus nehmen Leistungswerte zum Keyword allgemein Einfluss darauf. Auch die Nutzerdaten wie dessen Standort und das von ihm verwendete Gerät sowie die Uhrzeit spielen bei dieser Strategie eine Rolle. Ziel ist es, möglichst unrentable Klicks zu vermeiden und dafür wertige Klicks, die zu Conversions führen, zu gewinnen. Wird beim Beispiel oben also ein Ziel-CPA-Gebot von fünf Euro eingegeben, so passt das Tool die jeweiligen CPC-Gebote so an, dass im Schnitt pro Conversion fünf Euro Werbekosten entstehen.

Zu beachten

Allerdings ist auch diese Gebotsstrategie nicht ganz risikolos. Wer nicht parallel einen maximalen CPC-Preis eingibt, kann auf Spitzen in den Analysen treffen, die über dem Verhältnis liegen. Gerade wenn zwei Konkurrenten eine kompetitive Anzeige mit derselben Strategie bewerben, kann es zu einem automatisierten Wettbieten kommen, das für beide Seiten enorm hohe Kosten verursacht. Werbetreibende sollten also darauf achten, dass ihre Kampagne trotz im Schnitt erreichten Kosten pro Conversion nicht unnötig Geld verschlingt.

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Jan Wischkowski
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